Nagelpilz

Nagelpilz – auch Nagelmykose, Onychomykose oder Tinea unguium genannt – ist eine Infektion der Nägel durch Spross- oder Fadenpilze. Besonders gefährdet sind Patienten mit einem schwachen Immunsystem, mit Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, Nagelekzemen oder Nagelpsoriasis. Begünstigend ist ferner ein feucht-warmes Milieu.

Symptome

  • Glanzlosigkeit des Nagels
  • weiße oder gelbliche Verfärbungen am Nagelrand
  • weißliche, gelbe oder graubraune Flecken im Nagel
  • Verdickungen der Nagelplatte

Behandlung

Als Therapie kann lokal mit einem antimykotischen Nagellack oder antimykotischen Tinkturen behandelt werden. Bei ausgedehntem Befall und in Sonderfällen kommt eine systemische Therapie mit einem oralen Antimykotikum - unter strenger ärztlicher Aufsicht – in Betracht.

Wichtig ist eine langfristige Behandlung, die sich über 6-12 Monate erstrecken sollte. Leider ist sie nicht selten erfolglos, und die Rückfallquote ist hoch. Auch können bei einigen Medikamenten schädliche Nebenwirkungen auftreten.

Allgemeinhygienische Maßnahmen wie die Desinfektion von Socken und Schuhen sind bei Nagelpilz grundsätzlich notwendig.

Eine operative Entfernung des befallenen Nagels wird nicht mehr empfohlen, da diese zusätzliche Verletzung den Heilungsverlauf stört und das Nagelbett nachhaltig zerstören kann, so dass es sogar zu irreparablen und schmerzenden Nageldeformitäten kommen kann.

Naturheilkundlich wird u.a. empfohlen, den befallenen Nagel morgens und abends mit 5-25 %igem Essig zu betupfen. Da der Pilz ein basisches Milieu benötigt, soll er sich durch die Essigbehandlung langsam zurückbilden.

Um einem Wiederbefall vorzubeugen, sollte man ein feuchtwarmes Klima im Schuh möglichst vermeiden. Tragen Sie deshalb offene bzw. atmungsaktive Schuhe, die die Zehen nicht einengen, und Socken/Strümpfe aus Naturfasern.

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