Nagelveränderungen

Die häufigsten Ursachen

Finger- und Zehennägel können durch eine Reihe von Krankheiten geschädigt werden. Eines der mit am häufigsten und fast nur von Frauen geschilderten Probleme sind zu weiche und brüchige Nägel. Die Ursachen hierfür sind noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht; es wird jedoch angenommen, dass Nagellackentferner diese Krankheit begünstigen bzw. hervorrufen. Nagelbrüchigkeit kann auch erblich bedingt sein. Als Regel gilt: Ist die Nagelmatrix betroffen, wächst die Nagelläsion aus. Bei Störungen am Nagelbett liegt eine ortsbeständige Läsion vor.

Brüchige und splitternde Nägel können auf einen Biotinmangel (Vitamin H) zurückzuführen sein. Biotin ist essenziell für die Bildung der Hornsubstanz Keratin und trägt somit wesentlich zum gesunden Wachstum von Haut, Haaren und Fingernägeln bei.

Durch Haut- oder Nagelverletzungen (u.a.) kann es zu Nagelpilz kommen, der Farbe und Form der Nägel beeinträchtigt.

Auch systemische Erkrankungen führen zu Nagelveränderungen. So hinterlässt beispielsweise die Psoriasis (Schuppenflechte) als charakteristische Veränderungen Tüpfelnägel und Ölflecken.

Verletzungen am Nagelbett (z.B. durch Einklemmen in einer Tür) bleiben meist ein Leben lang sichtbar. Schädigungen durch übermäßige Nutzung oder Belastung (z.B. bei einem Marathonläufer) wachsen langsam wieder aus. Die Nagelwurzel kann jedoch auch dauerhaft irreparabel geschädigt sein.

Bei weißen Stellen oder Flecken auf Nägeln handelt es sich nicht um eine Eiweißmangelerscheinung, wie ein weit verbreiteter Mythos besagt, sondern um eine mangelnde Verschmelzung der Nagelplatten, die z.B. durch Stoß, Krankheit oder Medikamente verursacht wird. Auch Calcium-Mangel kann eine Ursache sein. Mit der Einnahme einer aufgelösten Calciumtablette pro Woche lässt sich der Mangel ausgleichen; es erscheinen keine weißen Flecken mehr. Vorhandene Flecken lassen sich damit allerdings nicht beseitigen.

 

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